American Lifestyle
Impressionen aus dem Desire Resort



Eine Bemerkung vorweg: Wir schildern hier unsere persönlichen Eindrücke während unseres Aufenthaltes im Desire Resort und unsere kritischen Bemerkungen beziehen sich ausdrücklich nicht auf alle anwesenden Gäste bzw. Amerikaner. Doch ähnlich wie z.B. die deutsche Ballermann-Szene auf Malle bestimmen solch konzentriert auftretenden Gruppen schon mal den Gesamteindruck.




In den ersten 6 Tagen unseres Aufenthalts gab es die fürs Desire typische Mischung von etwa 75 Prozent Nordamerikanern und 25 Prozent Gästen aus Europa und Australien - eine recht angenehme Mischung. Die Mehrzahl der Gäste zählte nicht zu den Hardcore-Swingern.
Sex fand kaum öffentlich statt, nur auf den Zimmern und gelegentlich im provisorischen Playroom. Am Pool z.B. war diesbezüglich tote Hose.

Lifestyle Gruppen im Desire Resort


An unserem 7. Tag tauchte dann eine amerikanische Lifestyle-Gruppe auf. Diese hatten das gesamte Hotel für eine Woche übernommen. Zum Glück hatten wir schon vor denen gebucht.
Nun artete das Ganze zu einer Leistungsschau der amerikanischen Schönheitsindustrie aus. Der Anteil an mehr oder weniger aufgeblasenen Brüsten stieg nun auf über 75 Prozent. Geliftete Gesichter, aufgespritzte Lippen und Narben im Brustbereich beherrschten nun das Bild. Viele der Lifestylers waren extrem aufgemotzt und die Abendevents arteten teilweise zu Kostümfesten aus.

Sex im Resort


Die einzig gute Seite am Aufschlagen dieser Truppe war, dass nun mehr Sex öffentlich in der Anlage stattfand. Tagsüber am Pool war allerdings außen ein paar Blaskonzerten nicht viel los. Gegen 16.30 Uhr wurde es dann im Jacuzzi so richtig voll und dann ging hier in den ersten Tagen schon mal die Post ab. Einige der Amerikanerinnen poppten sich durch den halben Jacuzzi hindurch, reichlich Alkohol leistete die Vorarbeit. Gummis waren allerdings nicht im Einsatz. Na ja, das sollten sie eigentlich selber wissen - alt genug waren sie ja. Auch draußen an der Jacuzzi Bar wurde kräftig gepoppt und geblasen. So manch Mädel landet schon mal auf dem Bartresen und wurde hier beglückt.
Ein paar Extrawürste wurden natürlich auch für diese Partygesellschaft gebraten. Zwei Mexikanerinnen, Diana und ihre beste Freundin Nelly, und eine Kubanerin wurden zur Verstärkung für das Animationsteam eingeflogen.
Und plötzlich gab es auch eine weitere entscheidende Verbesserung: Für die Truppe wurde extra der provisorische Playromm von der Jacuzzi-Terrasse in den Bereich der Lobby (unter das Strohdach) verlegt und ganz gut ausgestattet.

Clothing optional


Offiziell firmiert die Anlage unter "clothing optional", gewöhnlich wird jedoch an Strand, Pool und im Jacuzzi FKK praktiziert und es sind auch zahlreiche Leute tagsüber nackt in der Anlage unterwegs. Es ist ja schließlich auch angenehmer, gleich nackt vom Zimmer zum Strand zu gehen.
Doch in der Lifestyle-Woche war es anders. Selbst die kurze Strecke vom Ocean View Room zum Strand wurde von den Amis bekleidet und meist auch komplett aufgedonnert zurückgelegt. Eine Amerikanerin sichteten wir in drei verschiedenen Outfit auf dem Weg zum Strand. Badeshorts und Bikinis tauchten zahlreich an Strand, Pool und sogar im Jacuzzi auf. Uns als langjährige FKK-Fans störte das schon. Der Extremfall waren lange Badeshorts und Bikinis im Whirlpool. Modenschau also auch hier.
Noch seltsamer war die Schuhmode am Strand. High Heels waren auch hier angesagt. Es sah schon manchmal eigentümlich aus, wenn Frau mit ihren Fußbrechhilfen am Sandstrand entlangstöckelte.
Auch am Abend war extreme Schuhmode angesagt. Ein Plateauschuh wollte den anderen übertreffen. mehr als 20 cm Absatzhöhe waren keine Seltenheit. Nun ja, schönen Gruß an die Orthopäden ...

Silikon-Schwemme und Fahrradschläuche


Wie bereits weiter oben erwähnt, war in dieser Woche eine Parade silikongefüllter Brüste. Einige davon waren wirklich gut gemacht und passten auch zur Trägerin, andere passten absolut nicht zum restlichen Körper. Als Extremfall sei eine ca. 45-jährige Frau mit jugendlichen Brüsten genannt, deren restlicher Körper incl. Hinterteil Falten schlug wie ein Plisseerock.
Aufgespritzte Lippen sind offensichtlich ein weiterer Schlager in der amerikanischen Lifestyle-Szene.

Saufen bis zur Gesichtslähmung


All inclusive incl. einer wirklich hochwertigen Getränkeauswahl verleitet offensichtlich zum hemmungslosen Saufen. Wenn ein Ami beim Morgenbad im Pool um 10 Uhr schon seine erste? "Blutige Maria" bestellt, kann man sich vorstellen, wie dessen Alkoholpegel am Abend aussieht. Doch nicht nur Männer besaufen sich bis zum Abwinken, sondern auch einige der hochgestylten Damen mußten teilweise von 2 Personen auf ihr Zimmer geschleift werden, eigenständiges Stehen oder gar Laufen war da nicht mehr drin. So kam es in den letzten Tagen vor, dass sich die Reihen schon nach 23 Uhr merklich lichteten.

Amerikanische Brüllaffen


Hier sei nochmals an meine Eingangsbemerkung erinnert.
Amerikaner sind recht unkompliziert und man findet schnell Kontakt, auch wenn es oft nur zum Small-Talk reicht. Sobald allerdings mehr als 2 Amis zusammen sind, wird es laut. Einer versucht oft den Anderen zu überbrüllen. Wenn dann eine Horde aus 3 Paaren im Gourmet-Resaturant Krach für 20 verbreitet, man sein eigenes Wort und den Kellner nicht mehr versteht, dann wird die Kategorie "Amerikanischer Brüllaffe" geboren.
Dass es im Jacuzzi oder an der Bar auch einmal etwas lauter werden kann ist sicher kein Problen, aber im Restaurant als Dauergeräuschkulisse?
Auch am Strand trifft man sich oft nicht um Sonne, Strand und Meeresrauschen zu genießen, sondern um lautstark die Erlebnisse des vortäglichen Besäufnisses auszutauschen. Das Ganze natürlich überwiegend aufgestylt in Badeklamotten am FKK-Strand.

Unser Fazit zum
Thema Lifestylegruppen / Gruppenreisen


Gerne wieder Desire Resort, aber nur wenn keine der Lifestylegruppen das Resort übernimmt. Eine gesunde Mischung bezüglich Alter, Heimatland, FKK-Anhängern, Soft- und Hardcore-Swingern ist auf alle Fälle die bessere Alternative.